Was wird jetzt aus dem Englischen Fußball, oder Real Madrid?
Verfasst: 13.04.2010, 19:59
Männer aus Flake,
hier ein aktueller Text aus dem Internet von der Financel Times D von gestern:
Stopp der Spenden
Uefa beschließt Finanzkontrolle
Lange mussten die Top-Clubs darauf warten, nun hat die Europäische Fußball-Union Regeln beschlossen, um finanzielles Fair Play zu gewährleisten. Wichtigstes Novum: Die Vereine dürfen nur noch soviel Geld ausgeben, wie sie einnehmen. Einigen geht das nicht weit genug.
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Exorbitante Finanzspritzen durch schwerreiche Gönner und zweifelhafte Zuwendungen von Investmentexperten sollen in Europas Fußball der Vergangenheit angehören. Das Uefa-Exekutivkomitee hat am Dienstag das Lizenzierungsverfahren der Bundesliga zum Vorbild genommen und die Einführung eines kontinentalen Kontrollverfahrens beschlossen.
Das finanzielle Wettrüsten der Top-Clubs soll so gestoppt werden. Uefa-Präsident Michel Platini hat damit seinen Plan für eine strikte Prüfung der Vereinsbilanzen und für mehr Chancengleichheit im Europapokal durchgesetzt. Verstöße gegen die Finanzregeln können in Zukunft auch für die Vorzeigevereine zu harten Strafen führen - bis zum Ausschluss aus der Champions League.
In den kommenden drei Jahren sollen die Uefa-Statuten entsprechend angepasst sein. Von der Saison 2012/13 an dürfen die Ausgaben für Transfers und Spielergehälter die Vermögenswerte der Vereine nicht mehr überschreiten. "Das ist der richtige Weg. Der Wettbewerb wird fairer", sagte DFB-Präsident und Exekutivmitglied Theo Zwanziger nach der Sitzung im schweizerischen Nyon. Uefa-Präsident Michel Platini will neue Wege gehen "Der Beschlus geht nicht weit genug"
Ein neunköpfiges Expertengremium aus Wirtschaft, Sport und Politik, das sogenannte Club Financial Control Panel, soll unter dem Vorsitz des früheren belgischen Premierministers Jean-Luc Dehaene die noch im Detail festzuschreibenden Regeln kontrollieren. "Es war wichtig, diesen Posten mit einer Person seiner Kapazität und Bedeutung zu besetzen", lobte Platini den Politiker. Für eventuelle Sanktionen gegen zu spendable Vereine ist dann allerdings die Uefa-Disziplinarkommission zuständig.
In der Bundesliga wurde die Entscheidung verhalten positiv aufgenommen. "Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Dennoch will ich erst einmal die genauen Bestimmungen abwarten, um bewerten zu können, ob der Schritt auch ausreichend groß ist, damit die Wettbewerbsbestimmungen wieder fairer werden", sagte Peter Peters, Geschäftsführer bei Schalke 04.
Eintracht Frankfurts Vorstandschef Heribert Bruchhagen äußerte sich ähnlich. Es sei "allerhöchste Zeit", allerdings "geht mir der Beschluss der Uefa nicht weit genug". Auch für Borussia Dortmunds Geschäftsführungsvorsitzenden Hans-Joachim Watzke gilt: "Entscheidend werden die Ausgestaltung und die Kontrolle sein."
Beim Branchenprimus Bayern München hatte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge als Chef der European Club Association schon an der Ausarbeitung der Vorschläge mitgewirkt und die Zustimmung der größten europäischen Vereine erwirkt. "Es gab eine ungewöhnliche Übereinstimmung in allen Gremien", sagte Zwanziger. Die national schon streng kontrollierten deutschen Clubs sind für den DFB-Präsidenten Gewinner der neuen Regeln. Es werde dadurch wieder leichter, "Titel in den europäischen Wettbewerben zu gewinnen".
Gruß, Pio
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hier ein aktueller Text aus dem Internet von der Financel Times D von gestern:
Stopp der Spenden
Uefa beschließt Finanzkontrolle
Lange mussten die Top-Clubs darauf warten, nun hat die Europäische Fußball-Union Regeln beschlossen, um finanzielles Fair Play zu gewährleisten. Wichtigstes Novum: Die Vereine dürfen nur noch soviel Geld ausgeben, wie sie einnehmen. Einigen geht das nicht weit genug.
Exorbitante Finanzspritzen durch schwerreiche Gönner und zweifelhafte Zuwendungen von Investmentexperten sollen in Europas Fußball der Vergangenheit angehören. Das Uefa-Exekutivkomitee hat am Dienstag das Lizenzierungsverfahren der Bundesliga zum Vorbild genommen und die Einführung eines kontinentalen Kontrollverfahrens beschlossen.
Das finanzielle Wettrüsten der Top-Clubs soll so gestoppt werden. Uefa-Präsident Michel Platini hat damit seinen Plan für eine strikte Prüfung der Vereinsbilanzen und für mehr Chancengleichheit im Europapokal durchgesetzt. Verstöße gegen die Finanzregeln können in Zukunft auch für die Vorzeigevereine zu harten Strafen führen - bis zum Ausschluss aus der Champions League.
In den kommenden drei Jahren sollen die Uefa-Statuten entsprechend angepasst sein. Von der Saison 2012/13 an dürfen die Ausgaben für Transfers und Spielergehälter die Vermögenswerte der Vereine nicht mehr überschreiten. "Das ist der richtige Weg. Der Wettbewerb wird fairer", sagte DFB-Präsident und Exekutivmitglied Theo Zwanziger nach der Sitzung im schweizerischen Nyon. Uefa-Präsident Michel Platini will neue Wege gehen "Der Beschlus geht nicht weit genug"
Ein neunköpfiges Expertengremium aus Wirtschaft, Sport und Politik, das sogenannte Club Financial Control Panel, soll unter dem Vorsitz des früheren belgischen Premierministers Jean-Luc Dehaene die noch im Detail festzuschreibenden Regeln kontrollieren. "Es war wichtig, diesen Posten mit einer Person seiner Kapazität und Bedeutung zu besetzen", lobte Platini den Politiker. Für eventuelle Sanktionen gegen zu spendable Vereine ist dann allerdings die Uefa-Disziplinarkommission zuständig.
In der Bundesliga wurde die Entscheidung verhalten positiv aufgenommen. "Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Dennoch will ich erst einmal die genauen Bestimmungen abwarten, um bewerten zu können, ob der Schritt auch ausreichend groß ist, damit die Wettbewerbsbestimmungen wieder fairer werden", sagte Peter Peters, Geschäftsführer bei Schalke 04.
Eintracht Frankfurts Vorstandschef Heribert Bruchhagen äußerte sich ähnlich. Es sei "allerhöchste Zeit", allerdings "geht mir der Beschluss der Uefa nicht weit genug". Auch für Borussia Dortmunds Geschäftsführungsvorsitzenden Hans-Joachim Watzke gilt: "Entscheidend werden die Ausgestaltung und die Kontrolle sein."
Beim Branchenprimus Bayern München hatte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge als Chef der European Club Association schon an der Ausarbeitung der Vorschläge mitgewirkt und die Zustimmung der größten europäischen Vereine erwirkt. "Es gab eine ungewöhnliche Übereinstimmung in allen Gremien", sagte Zwanziger. Die national schon streng kontrollierten deutschen Clubs sind für den DFB-Präsidenten Gewinner der neuen Regeln. Es werde dadurch wieder leichter, "Titel in den europäischen Wettbewerben zu gewinnen".
Gruß, Pio
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